{"id":9,"date":"2009-09-24T11:01:10","date_gmt":"2009-09-24T09:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.duenengras.de\/?page_id=9"},"modified":"2011-04-13T22:57:50","modified_gmt":"2011-04-13T21:57:50","slug":"hilfe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.duenengras.de\/?page_id=9","title":{"rendered":"\u00dcBER MICH"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h1 style=\"padding-left: 30px; font-family: Verdana; color: #003366;\"><strong><br \/>\nB I O G R A P H I E<br \/>\n<\/strong> <!--more--><\/h1>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">Jahrgang 1950, als drittes von vier Kindern im Ruhrgebiet aufgewachsen, Ausbildung als Dreher (nebenbei Folkwangschule f\u00fcr Orgel und Chorleitung), Abitur.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nViele Nebenjobs neben Schule, Studium und Referendarzeit: Bauarbeiter, Fahrer, Barkeeper, Lehrer in den USA, Programmierer, Pianist, \u2026<br \/>\n<!--more--><br \/>\nStudium (I. und II. Staatsexamen), hauptberuflich Lehrer am Berufskolleg f\u00fcr Wirtschaft und Verwaltung (heute in den F\u00e4chern Mathematik und Informationswirtschaft), daneben lange Zeit Dozent an der VHS f\u00fcr Programmierung und Informationswirtschaft, Programmierer eines Warenabrechnungsprogrammes f\u00fcr Horten (1984 auf Commodore 64 !), Autor des Lehr- und Anwenderhandbuches \u00bbSTEVE-Extra\u00ab (1989 f\u00fcr ATARI-PC ).<br \/>\n<!--more--><br \/>\nNach Heirat und Trennung \u00fcber viele Jahre alleinerziehender Vater zweier Kinder, heute wieder verheiratet mit einer fantastischen Frau und Mutter (Witwe) von 4 eigenen Kindern.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nApril 2006: Diagnose einer sehr aggressiven, kleinzelligen Krebsart und Metastasen mit der \u00dcberlebensprognose: \u00bbNur noch wenige Monate\u00ab.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBeginn eines schmerzhaften aber auch zugleich befreienden Lernprozesses, zu begreifen, dass es immer noch ein \u00bbJetzt\u00ab oder \u00bbJetzt erst recht\u00ab gibt.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h1 style=\"padding-left: 30px; font-family: Verdana; color: #003366;\"><strong><br \/>\nA U T O R<br \/>\n<\/strong><!--more--><\/h1>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">Autor mehrerer B\u00fccher, seine letzten beiden B\u00fccher (2009, siehe Rubrik \u00bb<a title=\" M E I N E \u00a0 B \u00dc C H E R \u00a0 auf \u00a0 : \u00a0 www . D U E N E N G R A S . de \u00a0 \" href=\" http:\/\/www.duenengras.de\/?page_id=3 \" target=\"_blank\"><span style=\"color: #ff6600;\">Meine B\u00fccher<\/span><\/a>\u00ab) zum Thema Lebenshilfe nach einem Schicksalsschlag (Krankheit, Krebs) und eines Autoren-Weblogs in \u00bb<a title=\" G R A S \u00a0 I N \u00a0 D E N \u00a0 D \u00dc N E N \u00a0 in \u00a0 : \u00a0 www . e v a n g e l i s c h . de \u00a0 \" href=\"http:\/\/www.evangelisch.de\/themen\/blogs\/gras-in-den-duenen\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #ff6600;\">www.evangelisch.de<\/span><\/a>\u00ab mit den Inhalten:<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSchicksalsschlag &#8211; Mit Krebs leben und \u00fcberleben &#8211; Lebensgeschichte &#8211; Lebenshilfe &#8211; Lebensqualit\u00e4t \u2013 Lebensfreude &#8211; Positive Werteorientierung &#8211; Positives Denken &#8211; Selbstheilungskr\u00e4fte und vielen weiteren Perspektiven eines bisher \u00fcberlebenden Krebspatienten &#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h1 style=\"padding-left: 30px; font-family: Verdana; color: #003366;\"><strong><br \/>\nV O R G E S C H I C H T E \u00a0 zum \u00a0 K R E B S<br \/>\n<\/strong><!--more--><\/h1>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span class=\"gross\" style=\"font-family: Verdana; color: #003366;\"><br \/>\n<!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nEine harmlose Schwellung<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nIm April 2006 wurde eine \u00bbharmlose\u00ab Schwellung in der Achselh\u00f6hle meines linken Armes untersucht und einen Tag sp\u00e4ter punktiert. Das sah noch wie eine Vorsorgeuntersuchung aus. Als dann eine Woche sp\u00e4ter aber mein Hausarzt \u00fcberraschend pers\u00f6nlich mittags vorbeikam, um mir das Ergebnis mitzuteilen, ahnte ich nichts Gutes. Und doch traf mich der Befund \u00bbMetastasen eines kleinzelligen aggressiven Karzinoms\u00ab wie ein Blitz aus heiterem Himmel. &#8222;Dann habe ich ja nicht mehr viel von meiner Pension?!&#8220;, bemerkte ich lakonisch als gerade mal 56-J\u00e4hriger. &#8222;Pension?!&#8220;, war seine knappe Antwort, aber ich hatte noch nicht ganz verstanden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWir beide sind befreundet und machen uns von daher nichts vor. &#8222;Dann muss ich wohl schnell heiraten, damit wenigstens einer was von meiner Pension hat!&#8220; \u2013 &#8222;Besser gestern als morgen!&#8220;, war die kurze Erwiderung und ich begann zu ahnen. &#8222;Aber wir feiern doch wohl noch wie letztes Jahr Silvester zusammen?&#8220;, war meine eher rhetorische Frage, die ich nat\u00fcrlich mit &#8222;Ja&#8220; beantwortet sah. \u2013 Als dann aber die Antwort ausblieb und meinem Hausarzt die Tr\u00e4nen in die Augen schossen, da wusste ich, wie es um mich bestellt war.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAlle Nachfolgeuntersuchungen zementierten den ersten Verdacht. &#8222;Es sieht sehr ernst aus!&#8220;, sagte sp\u00e4ter mein zweit\u00e4ltester Bruder, Hautarzt von Beruf, der sonst Krankheiten immer sehr \u00bbtief stapelt\u00ab. &#8222;Aber es besteht immer auch noch Hoffnung!&#8220;, f\u00fcgte er an.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd die Hoffnung stirbt zuletzt! \u2013 Wie froh bin ich heute, dass nichts sicher ist, dass auch die Medaille \u00bbSicherheit\u00ab zwei unterschiedliche Seiten besitzt. Ich habe begriffen, dass jede Seite ihre Berechtigung und ihren positiven Aspekt hat.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nWenn uns ein Schicksalsschlag trifft<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nWenn uns ein Schicksalsschlag ohne Vorwarnung trifft, uns den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegrei\u00dft und wir schockiert, versteinert und verzweifelt sind, wenn es keine Zukunft mehr f\u00fcr uns zu geben und das Leben sich gegen uns entschieden zu haben scheint, wenn nichts mehr wie vorher ist, alle Ziele und Werte im Leben verschwimmen, sich \u00e4ndern oder sich zu verschieben drohen, wenn selbst f\u00fcr Hoffnung kein Platz mehr bei uns zu sein scheint und wir selbst an ein Wunder nicht mehr glauben k\u00f6nnen, dann trifft es jenen Moment im April 2006, in dem ich wie ein Blitz aus heiterem Himmel das medizinische Untersuchungsergebnis erfuhr:<br \/>\n<!--more--><br \/>\nMetastasen eines sehr gef\u00e4hrlichen, kleinzelligen Karzinoms, das fast sichere Todesurteil.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn solch einem Schockzustand l\u00e4sst man alles \u00fcber sich ergehen, steht in der Regel \u00bbneben sich\u00ab. In diesem Zustand leidet wahrscheinlich das Umfeld des Betroffenen mehr als der Betroffene selber, der sich wie gel\u00e4hmt f\u00fchlt, ja, fast unf\u00e4hig ist, zu begreifen oder zu weinen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBei mir hat dieser Zustand fast 14 Tage angedauert.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nFragliche Sicherheit<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nAber was ist schon sicher?! \u2013 Wir, die wir letztendlich immer nach Sicherheit streben, sichere Prognosen verlangen und erwarten, w\u00fcnschen uns in den Momenten, in denen uns ein Schicksalsschlag trifft, nichts anderes als Unsicherheit, eine Restchance \u2026 und dann vielleicht doch noch das unvorstellbare Wunder?!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nHeute h\u00f6re ich in meinem Zustand und einem dadurch bedingten Grad der Schwerbehinderung von 100 % des \u00d6fteren: \u00bbDas sieht man Ihnen aber nicht an!\u00ab, und Verwunderung und Erstaunen sind nicht zu \u00fcberh\u00f6ren. \u2013 \u00bbJa, es ist wie ein kleines Wunder!\u00ab, antworte ich dann.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIch ein Wunder?! \u2013 Nein, nicht \u00bbIch bin das Wunder\u00ab, sondern \u00bbdass ich noch lebe\u00ab, ist ein Wunder.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAber sind wir nicht alle Wunder, jedes Gesch\u00f6pf f\u00fcr sich?! Passieren nicht st\u00e4ndig um uns herum Wunder, kleine und gro\u00dfe, spektakul\u00e4re und mehr noch: stille Wunder?!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nH\u00e4tte ich nach Feststellung meiner Metastasierung eine Wallfahrt nach Lourdes in die Grotte von Massabielle gemacht, von deren Wunderheilungen viel berichtet wird, h\u00e4tte man mir meine \u00bbHeilung\u00ab sicherlich heute als Wunder attestiert, denn nach heutigem Wissensstand hei\u00dft Metastasierung des Merkellzellkarzinoms eine Restlaufzeit von nur wenigen Monaten.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nEin kleines Wunder<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nWenn ein Ereignis, dessen Zustandekommen wir uns nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, Verwunderung und Erstaunen ausl\u00f6st, sprechen wir gern von einem Wunder, entweder wenn etwas nicht eintritt, was nach unseren medizinischen oder wissenschaftlichen Erkenntnissen h\u00e4tte eintreten m\u00fcssen (in meinem Fall der sichere vorschnelle Krebstod) oder etwas eintritt, was nach heutigem Wissenstand nicht h\u00e4tte eintreten k\u00f6nnen (n\u00e4mlich in meinem Fall Stillstand eines aggressiven Karzinoms).<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAber Gott sei Dank ist Gott nicht nur in Lourdes gegenw\u00e4rtig, sondern \u00fcberall, gibt es Wunder nicht nur f\u00fcr Christen, sondern f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen und Ungl\u00e4ubigen. Gott ist f\u00fcr alle da! \u2013 Ich jedenfalls kann mir keinen Gott vorstellen, der nach Glaubenszugeh\u00f6rigkeit urteilt und danach seine Wohltaten verteilt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nOb ein Ereignis oder eine Sache wunderbare Z\u00fcge tr\u00e4gt und damit ein \u00bbWunder\u00ab ist, bleibt letztendlich der Meinung des jeweiligen Betrachters \u00fcberlassen. Ob hinter allem ein allm\u00e4chtiger Gott steht, ebenso.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDabei wird oft vergessen, dass Wunder (und auch unsere Beziehung zu Gott) doch letztendlich nur in unserem Inneren produziert werden, ganz individuell, ganz pers\u00f6nlich. Wunder sind doch nur Sichtweisen, Ansichtssache, nicht Erkl\u00e4rbares, f\u00fcr uns momentan unerwartet Positives:<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWas f\u00fcr den einen ein Wunder ist, muss f\u00fcr den anderen noch lange keines sein.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDeswegen ist mit \u00bbWundern\u00ab sehr vorsichtig umzugehen. Aber wenn man schon meint, ein Wunder gesehen oder empfangen zu haben, sollte man auf jeden Fall sehr dankbar daf\u00fcr sein.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nDankbarkeit<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nF\u00fcr dieses &#8222;kleine Wunder&#8220;, dass ich noch lebe, leben darf, obwohl alle medizinischen Prognosen auf einen schnellen Krebstod hinwiesen, bin ich unendlich dankbar, meiner Familie, Freunden und Bekannten, soweit sie sich um mich k\u00fcmmerten, und ganz speziell:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">\u2026\tmeiner liebenswerten Nachbarin, einer sehr ehrw\u00fcrdigen \u00e4lteren Dame, die als eine der ersten von meinem Schicksalsschlag h\u00f6rte und mich sofort und bis heute in ihr Gebet und auch in ihre F\u00fcrbitten bei ihrem w\u00f6chentlichen Gebetskreis einschloss, in der erstaunlichen Gewissheit, dass F\u00fcrbitten mehr bewirkten als alle Medizin (und sie behielt Recht!). :<br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u2026\tder vornehmen Atemtherapeutin, einer ebenfalls sehr ehrw\u00fcrdigen wunderbaren \u00e4lteren Dame, die mir in den ersten Wochen nach der Hiobsbotschaft in ihren therapeutischen Sitzungen den gr\u00f6\u00dften Druck von meiner Seele nahm, ihre H\u00e4nde wohltuend \u00fcber meinen K\u00f6rper gleiten lie\u00df, ohne ihn dabei zu ber\u00fchren, und besonders f\u00fcr ihre sehr sicher formulierte Aussage, eine so unb\u00e4ndige Konstitution und Lebenskraft in meiner Aura wahrzunehmen, dass sie sich einen vorschnellen Tod bei mir nicht vorstellen k\u00f6nne (und damit Recht behielt!).<br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u2026\tf\u00fcr die vielen Hinweise, die ich in B\u00fcchern erfahren konnte. Denn alle, die es geschafft haben, im Endstadium des Krebses (Metastasierung) den Kampf ums \u00dcberleben aufzunehmen und zu gewinnen, haben bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Ans\u00e4tze und Methoden eines gemeinsam: :<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">Sie alle wurden und arbeiten in irgendeiner Art und Weise spirituell.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">\u2026\tden vielen \u00c4rzten aus der Schulmedizin wie aus der alternativen Medizin, die mich auf meinem Krebs-Weg begleitet haben. Dabei habe ich f\u00fcr mich eines gelernt:<br \/>\n<!--more--><br \/>\nder Arzt bek\u00e4mpft Symptome einer Krankheit im K\u00f6rper,<br \/>\n<!--more--><br \/>\nder Psychologe sucht nach Ursachen in der Psyche,<br \/>\n<!--more--><br \/>\nder Pastor arbeitet als Seelsorger f\u00fcr die Seele.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\">Alle tragen zur Heilung bei, aber heilen nicht wirklich und allein f\u00fcr sich: Nur unser K\u00f6rper kann, wir selbst k\u00f6nnen uns letztendlich heilen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nSelbstheilungskr\u00e4fte<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer Benediktinerpater Anselm Gr\u00fcn stellte k\u00fcrzlich fest: \u00bbDer Arzt heilt nicht nur durch die Medikamente und sein K\u00f6nnen, sondern indem er Worte sagt, die dem Patienten ein Haus anbieten, in dem er zuhause sein und gesunden kann. Doch f\u00fcr solche Worte gibt es keinen Marktwert. Sie k\u00f6nnen nicht in finanziellen Werten gemessen werden.\u00ab &#8211; Er setzt auf Menschlichkeit, das heilende Gespr\u00e4ch und die drei christlichen Werte: Glaube \u2013 Hoffnung \u2013 Liebe.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEin Heilungsprozess ohne Mithilfe des Patienten und seines physischen K\u00f6rpers ist ausgeschlossen: \u00bbSelbstheilung ist die einzig wirkliche Heilung\u00ab! Wo unser Geist zu keiner Selbstheilung mehr f\u00e4hig und bereit ist, kann auch unser K\u00f6rper und unsere Seele nicht mehr gesunden!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSelbstheilungskr\u00e4fte sind f\u00fcr den Gl\u00e4ubigen g\u00f6ttliche Kr\u00e4fte, der Atem Gottes in uns, f\u00fcr den Nicht-Gl\u00e4ubigen die Kraft des \u00bbUnbewussten\u00ab oder \u00bbUniversums\u00ab. Wie man es auch nennt, es sind die Kr\u00e4fte, die uns Menschen biologisch und mental mitgegeben wurden und die wir aktiv unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. &#8211; Und auch hier gilt wie bei allen Medikamenten: Bei dem einen (den meisten) schlagen sie an, bei dem anderen (wenigen Ausnahmen) nicht, allerdings im Gegensatz zu Medikamenten wirken sie auf die Psyche immer lindernd, ohne k\u00f6rperliche Nebenwirkungen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDa wir alle Individuen mit unterschiedlichen Pers\u00f6nlichkeiten und Erfahrungen sind, muss kein Leser mit mir in allem \u00fcbereinstimmen. In einem Punkt werden wir aber sicherlich einer Meinung sein: Indem wir uns k\u00f6rperlich, geistig und emotional an unserer Gesundung aktiv beteiligen, k\u00f6nnen wir das Z\u00fcnglein an der Waage zum Leben und \u00dcberleben sein.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDazu m\u00f6chte ich hier beitragen, Mut machen, sich nie aufzugeben, daran zu glauben, dass wir durch eine ausgeglichene, positive Einstellung durchaus das Z\u00fcnglein an unserer Lebenswaage \u00bbspielen\u00ab k\u00f6nnen. Ich bin mir sicher, dass so mancher Betroffene dann auch sein \u00bbkleines Wunder\u00ab erlebt, wie ich es erleben darf: Ich lebe noch \u2026 mit der Absicht, mein Leben weiter zu verl\u00e4ngern, nicht unbedingt die Anzahl neuer Lebensjahre, aber die Intensit\u00e4t, meine Entwicklung. Und vor allem will ich dankbarer sein als jemals zuvor, ohne Verbitterung \u2026 , denn wer dankbar ist, ist nicht verbittert!<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nUnd es lohnt sich doch &#8230;<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn einem Krebsforum, in dem ich wegen meiner Ansichten \u00bbtrotz Krebs doch zu versuchen, sein (Rest-)Leben aktiv und positiv, tiefsinnig und leidenschaftlich, dankbar und verzeihend (sich selbst und anderen gegen\u00fcber) zu leben\u00ab von einigen verbitterten Krebskranken oder Angeh\u00f6rigen sehr angegangen wurde, meldete sich eine betroffene Userin, die sich sonst seltener \u00e4u\u00dferte:<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSie erinnere sich gut, dass ihr Menschen w\u00e4hrend ihrer Erkrankung auch nahe legten, nun positiv zu denken, sich nur gut zu f\u00fchlen, damit sie &#8222;den Krebs besiege&#8220; etc. Diese &#8222;Spiritualit\u00e4t&#8220; ginge ihr ordentlich auf die Nerven. Mittlerweile l\u00e4chele sie dar\u00fcber, wenn auch manchmal nur noch m\u00fcde. Schlie\u00dflich wisse sie, dass sie niemals &#8222;Krieg&#8220; gegen irgendetwas in ihrem K\u00f6per f\u00fchren k\u00f6nne und wolle. Genauso wisse sie aber auch, dass sie mit positiven und vor allen Dingen milderen Gedanken letztendlich nicht verhindern k\u00f6nne, erneut Krebs zu bekommen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAber sie stelle sich auch die Frage, ob sie denn den Rest ihres Lebens genauso verbringen wolle wie vor ihrer Erkrankung oder eben doch anders?<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSie entschied sich, anders zu leben und begann bewusst, sich zu ver\u00e4ndern. Inzwischen f\u00fchle sie sich besser als fr\u00fcher. Sie lebe nun ein anderes Leben und sei viel h\u00e4ufiger zufrieden, ausgeglichen, lustig, heiter, gutgelaunt, und auf jeden Fall lebendiger als jemals zuvor. Die Ver\u00e4nderungen h\u00e4tten ihr gut getan. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es ihr lieber, niemals Krebs gehabt zu haben und nicht bei jedem Zipperlein Angst zu haben, dass doch (noch oder wieder) Krebszellen in ihrem K\u00f6rper seien. Aber in ihr altes Leben wolle sie niemals wieder zur\u00fcck.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n&#8230; und wenn ihr neues Leben nun dazu f\u00fchren sollte, dass ihr Immunsystem st\u00e4rker w\u00fcrde als fr\u00fcher, sie aufmerksamer mit ihrem K\u00f6rper umgehe und ihre Chancen auf ein gesundes Altwerden damit steigen k\u00f6nnten, dann k\u00f6nne ihr das nur sehr recht sein.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nSo erging es auch mir. Dazu hatte ich das Gl\u00fcck, zwei Krebskranke bis in den Tod begleiten zu d\u00fcrfen, die ihre Chance zu leben zwar nicht ergreifen konnten, aber ihre Chance nutzten, sich in der ihnen nur noch verbleibenden kurzen Lebenszeit auf ihren Tod vorzubereiten, sich sehr positiv zu ver\u00e4ndern, g\u00fctiger, weiser und sogar noch liebensw\u00fcrdiger zu werden.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWie sie mit ihren Schmerzen ausgekommen sind, frage ich mich noch heute.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnd doch, sie lie\u00dfen trauernde, aber keine verbitterten Angeh\u00f6rige zur\u00fcck. Das sind meine Lehrer und Vorbilder.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAuch ich stand vor dem kurzzeitigen \u00bbAUS\u00ab, nur noch wenige Monate zu leben. Ich selber habe erleben k\u00f6nnen, wie schnell ich mich (aus heutiger lebender Sicht) sehr zu meinem Vorteil ver\u00e4ndert habe: ausgeglichener, zufriedener, dankbarer, ja sogar in gewisser Weise gl\u00fccklicher. Leider erst durch Krebs, aber immerhin!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWarum ich noch lebe, vier nach mir an Krebs erkrankte Freunde und Bekannte mit einer weit aus positiveren Prognose aber in den letzten 3 Jahren verstorben sind, wei\u00df ich nicht. Aber ich wei\u00df, dass meine mich beruhigende positive Sichtweise von Entwicklung und Chance mit Sicherheit nicht sch\u00e4dlich f\u00fcr meine Psyche und damit f\u00fcr mein Immunsystem ist.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; font-size: medium; color: #003366; font-family: Verdana;\"><strong><br \/>\nOffenheit und Aktivit\u00e4ten<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls Kranker und erst recht als Krebspatient sollte man \u00fcber seine Leiden, seine psychischen und physischen Schmerzen sprechen: Wie sonst soll ein \u00bbGesunder\u00ab uns richtig einordnen k\u00f6nnen? \u2013 Allerdings werden nicht alle (manchmal vielleicht auch nur wenige) \u00bbGesunde\u00ab zuh\u00f6ren k\u00f6nnen und wollen. Dann sollten wir uns daran erinnern, ob auch wir als \u00bbGesunde\u00ab stets bereit gewesen waren, dem \u00bbKranken\u00ab zuzuh\u00f6ren und ob wir heute sogar als Betroffene stets bereit sind, \u00bbBetroffenen\u00ab zuzuh\u00f6ren?<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIch f\u00fcr meinen Teil fing an zu schreiben, mir selbst zuzuh\u00f6ren und zu schreiben: Ganz Allt\u00e4gliches, ganz Banales \u2026 und siehe da: Nichts war und ist banal, was aus ungefilterter Tiefe kommt. Da fragt man sich oft erstaunt: Hat man das selber geschrieben?!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nJeder, der seine Psyche \u00f6ffnet, sein tiefes Innere nach au\u00dfen kehrt, wird sich wahrscheinlich wundern, welche ungekannte Weisheit in ihm steckt, welches universale Wissen wir gerade durch und nach Schicksalsschl\u00e4gen \u00bbanzapfen\u00ab k\u00f6nnen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDann scheint der \u00bbinnere Guru\u00ab zu sprechen, der man gerne w\u00e4re, der unbeeinflussbare standfeste Fels in der Brandung, zu dem man aber leider oft erst durch einen Schicksalsschlag Zugang findet. Das nenne ich f\u00fcr mich die \u00bbChance des Schicksalsschlages\u00ab oder spezieller den Schicksalsschlag Krebs zur Chance umzukehren, n\u00e4mlich an menschliche und geistige Tiefen heranzukommen, die einem zuvor verschlossen waren. Der Schicksalsschlag zwingt den Betroffenen f\u00f6rmlich, den Fokus auf ganz andere Dinge zu lenken als bisher.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWer diesem \u00bbZwang\u00ab folgt und zur Chance umm\u00fcnzt, kann dadurch die Wucht und H\u00e4rte des Schicksalsschlages ganz entscheidend abfedern, indem er die Energie des Schlages in eine andere Richtung lenkt: Innere St\u00e4rkung, innere Vielfalt, heilende Tiefensp\u00fclung, alles Voraussetzungen f\u00fcr wirklich innere (und eventuelle \u00e4u\u00dfere) Heilung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nH\u00f6ren auch Sie sich zu, malen auch Sie sich selbst Ihr Gem\u00e4lde, schaffen auch Sie sich Ihre kleinen Kunstwerke aus Notizen und Skizzen oder Sprachaufzeichnungen und\/oder beobachten Sie den Wandel in Ihrer Umgebung und erst recht bei sich selbst. Haben Sie den Mut, mit Ihrem Schicksal offen umzugehen. Sprechen Sie mit Ihrer Umwelt und teilen Sie sich mit. Betrachten Sie beide Seiten jeder Medaille und achten sie dabei mehr auf die Ihnen verbleibenden positiven Seiten, die es immer auch gibt, denn wo Schatten ist, ist auch Licht, wenn Sie denn bereit sind, zu suchen, zu sehen und anzunehmen!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIch wei\u00df, dass dies nicht jedermanns Sache ist. Dies ist mein Weg, den aber viele andere auch schon mit Erfolg f\u00fcr sich gegangen sind. Wer sich darauf einl\u00e4sst, in seine Tiefen abzutauchen, trotz Krebs bereit ist, sich weiterzuentwickeln, dar\u00fcber hinaus den Schicksalsschlag Krebs zur Chance umkehrt, jetzt noch (und erst recht!) tiefsinniger, leidenschaftlicher und lebensfroher zu leben, die Welt neu zu bestaunen, zu begreifen, zu reifen \u2026 solange er denn kann \u2026 dem wird es psychisch per se schon besser gehen, die durch den Schicksalsschlag aufgekommene Verbitterung kann weichen und vielleicht Heilung der geschundenen Seele wie bei mir beginnen. Und vielleicht ist es dann sogar m\u00f6glich, auf eine ganz besondere Art Gl\u00fcck zu erfahren \u2026 ich wei\u00df, wovon ich spreche,<br \/>\n<!--more--><br \/>\nherzlich,<br \/>\n<!--more--><br \/>\nStephan Wolters<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<!--more--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":600,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9"}],"version-history":[{"count":59,"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2663,"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions\/2663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.duenengras.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}