Altern ist eine Gnadenfrist
Altern ist eine Gnadenfrist
Das Glück, länger zu leben,
ist doch recht trügerisch:
Je gesünder wir leben,
je länger uns die ärztliche Kunst
unser Leben verlängert,
umso mehr wird uns bewusst werden,
dass es nur immer eine Gnadenfrist bleiben wird,
denn jünger
können wir nicht werden.
Altern ist keine Krankheit,
sondern ein normaler Vorgang,
der sich nicht aufhalten lässt,
von keinem.
Gerade wir Krebspatienten begreifen
und wünschten uns,
ganz normal altern zu dürfen,
in den Genuss
dieser Gnadenfrist
zu kommen.
Wir können zu tiefst dankbar sein
für jeden Tag,
jede Stunde,
jede Minute,
eine Gnadenfrist
in Würde und Bewusstsein
zu erhalten.
Ich wünsche Dir,
dass Du in den Genuss
der Gnadenfrist kommst,
ganz normal altern zu dürfen.
Herzlich,
Stephan
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Wie wird man alt?: – “So lange man lebt!”
Wie wird man alt?
»Solange man lebt: automatisch!«,
wäre meine erste Antwort. Und wir (natürlich nicht jeder!) haben heute alle Möglichkeiten, älter als alle Generationen vor uns zu werden.
Ist das eher ein Gewinn oder mehr eine Last? – Das wiederum hängt von unserer Gesellschaft und von jedem einzelnen ab.
Für lebenswertes Altern gibt es kein Patentrezept. In Würde, gesund und zufrieden alt zu werden ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das von vielen Faktoren (Gene, Kindheit, Fortschritt und Gesellschaftsform …) abhängt.
Würde- und stilvoll alt zu werden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren anstatt sich im Alter zu verzetteln, Lebenserfahrung statt Übermut könnten eine große Hilfe zu sinnvollem und »angenehmen« Altern sein.
Junge Menschen haben nicht weniger Probleme, wird sich wohl jeder von uns Älteren erinnern können oder heute beobachten können! Aber Alter bringt auch neue, unbekannte Probleme: Gebrechlichkeit, Abnutzungserscheinungen, Alzheimer, Einsamkeit …
Andererseits kann das Altern als schöpferischer Prozess betrachtet werden und bisher ungeahnte Gaben und Möglichkeiten eröffnen, wie z.B. den konzentrierten Blick nach innen, Potenziale von Lebenserfahrung, bessere Menschenkenntnis und die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
Herzlich,
Stephan
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Älter werden und weiterleben
Jetzt habe ich die 60 überschritten und frage mich, was nun? –
Nun gehst Du auf die 70-zig zu.
Na und? …
Sinnkrise? – Auf keinen Fall!
Vor nicht ganz vier Jahren war an 60 gar nicht zu denken. Nun werde ich es dennoch widererwarten. – Ich freue mich, ja, ich freue mich wirklich auf das »Altwerden«, jedenfalls solange ich ohne Schmerzen und in vollem Bewusstsein lebenswert und altersgerecht und möglicherweise auch weiterhin in harmonischer Partnerschaft alt werden darf: Da zählt jedes Jahr, jedes Quartal, jeder Monat, jeder Tag und besonders jede glückliche Stunde, jede sinnliche Minute, jede lebendige Sekunde …
In der nächsten Zeit werde ich mich hier deshalb etwas ausführlicher und aus ganz verschiedenen Sichtweisen mit dem »Älterwerden« auseinandersetzen, z.B.:
Wie wird man alt?
Wann ist man alt?
Vorteile und Annehmlichkeiten des Alters
Verrücktheiten des Alters
Altersweisheiten
Altersschönheit
Mit einer kleinen Weisheit möchte ich beginnen:
Morgendämmerung der Weisheit
Das Alter
ist nicht
der Abend des Lebens,
sondern
die Morgendämmerung
der Weisheit.
Joseph Murphy
Ich wünsche Dir
diese Morgendämmerung der Weisheit,
die das Altern so spannend,
angenehm und erträglich macht !
Herzlich,
Stephan
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